Eine kurze, kalte Nacht mit dem Mond und Jupiter

kaltMinus 5 Grad waren es zwar „nur“, aber angefühlt es es sich wie Minus 20. Das Seeing war am Anfang wirklich gut und die Tranzparenz auch ok. Aber je später es wurde um so schlechter wurden die Bedingungen. Hochnebel und kleinen Wölkchen die immer wieder durchzogen. Bei der momentanen Wettersituation nimmt man aber jetzt alles mit, was irgendwie brauchbar aussieht. Also dick angezogen und den Mak auf die Monti gewuchtet und erstmal den Mond besucht. Perfektes Seeing am 18 Uhr. Selbst der Lütte wollte diesmal Spechteln. Als er die Mondkrater dann durch das 5mm Okular sah staunte er nicht schlecht. Und als ich ihm erklärte, dass er die Krater gerade mit einer Vergrößerung von 540x beobachtet war er ziemlich beeindruckt. Richtig bewusst wurde ihm die Dimension, als ich ihm sagte, dass unser Fernglas den Mond nur 7x so groß zeigt.

Der Skywatcher Mak glänzte bei der „Übervergrößerung“ mal wieder. Eigentlich ist bei 360x Schluss und alles darüber bringt nichts. Aber bei 540x war das Bild schön scharf und optisch viel eine tote Vergrößerung nicht auf. Ganz im Gegenteil, man kommt sich eher vor als fliegt man drüber.

Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit waren so derb, dass sogar die Finger an den Okularen festklebten. Wenn auch nur leicht. Besonders bei den Celestron Luminos fiel dieses auf.

Nach 2 Stunden gemütlicher Mondtour ging es dann ans Filmen einzelner Bereiche. Aufgenommen wurde wieder mit der ALccd5Liic und ohne Barlow. Die Brennweite betrug also 2700mm. Zum identifizieren der Motive habe ich den Virtual Moon Atlas genutzt. Sehr zu empfehlen.

Endymion, Atlas und Hercules
Endymion, Atlas und Hercules
Mare Crisium
Mare Crisium
Mare Crisium und Cleomedes
Mare Crisium und Cleomedes
Cyrillus, Theophilus und Catharina
Cyrillus, Theophilus und Catharina
Irgendwo auf em mond. Den Ort suche ich noch.
Irgendwo auf dem Mond. Den Ort suche ich noch.
Posidonius
Posidonius

Danach wollte ich noch meine erste Animation von Jupiter machen. Die Bedingungen gingen leider immer schneller Richtung Keller und Firecapture schmierte auch andauernd ab. Es sind daher nur 6 kleine Sequenzen zusammen gekommen, die ich zu einem animierten GIF umgewandelt habe. Brennweite war wieder 2700mm. Das Endbild wurde 1,5x gedrizzelt

Visuell war Jupiter nicht der Hit, da das Seeing schlecht wurde und mehr als 225x waren nicht mehr sinnvoll. Das beste Ergebnis lieferte mein neues 19mm Celestron Luminos und somit 142x Vergrößerung. Ein knackscharfes Bild liefert das Luminos. Optimal für lange Brennweiten. Um 23:30 war dann schon alles wieder dicht und die Wolken hielten eine Party ab.

Jupiter und sein Mond Io
Jupiter und sein Mond Io
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4 Gedanken zu “Eine kurze, kalte Nacht mit dem Mond und Jupiter

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