Ein Wolkenmond ist auch ganz nett

IMG_9979Vollmond. Wolkenlücke. Schnell den zimmerwarmen 7″ Mak raus auf die Exos. Ich Vollpfosten hatte den seit der Samstag im warmen Wohnzimmer gelagert. Grrrrrr. Das Seeing war nicht wirklich gut und in Kombination mit dem warmen Tubus war es total mistig. Das 7mm wurde schnell gegen das 12mm ausgetauscht. Naja. Auch ziemliches Wabbern aber etwas über den Mond gewandert. Bei Vollmond bietet sich leider nicht viel Schattenspiel. Dann kam das 20mm in den OAZ und es fing an Spaß zu machen. Aber irgendwie kann ich mich nicht richtig mit den Polfiltern anfreunden. Zwar wird man nicht geblendet, aber ich empfinde das Bild dann irgendwie flau. Dann einfach mal den Filter auf schwache Filterung gestellt (ich benutze einen variablen) und davor meinen neuen Light Pollution von Skywatcher geschraubt. Wow!!! Ein wundervoller Kontrast. Die gesammte Farbgebung wirkt zwar kälter, aber die Kombination von einer schwachen Graufilterung und dem LPR ist einfach perfekt.Ruhig mal versuchen, wenn man einen breitbandigen Filter hat, der nicht extrem die Farben verändert.

IMG_9980Also so knapp 45 Minuten konnte ich den Mond bestaunen. Im Hinterkopf ging mir schon Jupiter für das nächste Shooting durch den Kopf. Ähm. Jaaaaaa. Tach Wolken. Oh, nicht nur eine? Ahhhh. Gruppentreffen. 😦 Eigentlich wollte ich schon alles abbauen. Dann gaben die Wolken und der Mond aber eine wundervolle Vorstellung. Lauter kleine und mittlere, dicht aneinander gereiht, lieferten einen richtigen Augenschmaus. Wie sieht es eigentlich im Teleskop aus, wenn die Wolken vorüber ziehen? Pffffffff. Mal ansehen. 40mm Okular rein um den Knaben total sehen zu können und dann bestimmt 30 Minuten nur genossen, wie graue wattige Schlieren, Bänder, Klumpen immer wieder vor Luna vorbeizogen. Das Lichtspiel sollte sich jeder mal ansehen. Durch die teilweisen plötzlichen Helligkeitsschwankungen kommen besonders die Meere ganz anders zu Geltung. Sie wirken tief und dunkel, dann wieder einfach nur schwache dunkle Flecken im Grau der wolkenverhangenen Mondes. Dann passierte es immer häufiger, dass die Wolken so dicke waren, dass man kaum den Mond noch erkennen konnte. Plötzlich wieder eine kleine Wolkenlücke und es strahlt einen ein Mond an, wie man es sonst nicht hat. Durch die Lichtanpassung des Auges an den dunklen Mond, ist dieser Helligkeitsanstieg wie eine Art Sonnenaufgang. Oder als wenn die Sonne durch die Wolken bricht. Leider hatte ich den großen Mak auf der Monti und bei 40mm Hatte ich immer noch 67,5- fache Vergrößerung. Bei 20 bis 40-facher Vergrößerung muss die ganze Sache noch viel besser wirken.

Spechtelt auch mal den Mond beim nächsten Wolkentreffen. Wichtig ist nur, dass es lockere Wolken sind, durch die immer wieder der Mond sich zeigt. Ist mal was anderes. Und bei den momentanen Witterungsbedingungen ist man über jede Abwechslung froh.Und wenn das Wetter nicht allzu mies ist, würde es sich auch anbieten dabei einen alte „Horror“-Kassette aus der Kindheit zu hören. Sinclair bei Vollmond und Wolken hätte doch was. die drei ??? sind aber auch ziemlich cool beim Spechteln 😉

Und noch etwas das eine Bild nach bearbeitet:

mond 08122014

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