Der neue im Stall. Skywatcher Skymax 180 pro Maksutov. Test am Mond und Jupiter

Auf die Größe kommt es teilweise doch an 😉 Mein 5″ Maksutov hat mir schon sehr gut gefallen. Besonders am Mond hat er Spaß gemacht. Naja, aber wie es so ist. Öffnungswahn. Zufällig lief mir ein Skywatcher Skymax 180 pro günstig über den Weg. Und wie es so ist. Bevor er einsam weiter des Weges schreiten muss nimmt man ihn mit nach Hause.

Hier mal ein Größenvergleich:

190vs127

Und hier jeweils die beiden auf der Exos-2. Beim 5″ Mak hatte ich damals noch kein Säulenstativ. Man kann schon ganz gut den Größenunterschied erkennen. Die Taukappen sind jeweils Selfmade.

Links: Celestron 127SLT Rechts: Skywatcher Skymax 180 pro
Links: Celestron 127SLT
Rechts: Skywatcher Skymax 180 pro

Ein EQ5 Klasse ist wirklich das Minimum worauf der Skywatcher sollte. Obwohl die Exos-2 noch mehr tragen könnte merkte ich später beim Fokusieren mit der ALccd, dass das Bild wackelt, wenn man nicht vorsichtigt ist. Visuell gibt es selbst mit dem 5mm Okular, was eine Vergrößerung von 540x bringt, kein wirklich störendes Schwingen. Aber bei der Planetencam könnte es besser sein.

Kleiner Datenvergleich von den beiden:

Celestron 127SLT:

  • Öffnung: 127mm
  • Brennweite: 1500mm
  • Gewicht: ca.3,4 kg
  • OAZ: 1,25″

Skywatcher Skymax 180 pro:

  • Öffnung: 180mm
  • Brennweite: 2700mm
  • Gewicht: ca. 7,8 kg
  • OAZ: 2″
Skymax 180pro mit EIgenbautaukappe
Skymax 180pro mit EIgenbautaukappe

Und merkt man den Unterschied? Ja. Und zwar schon, wenn man den Brocken auf die Montierung machen will. Wo der kleine 5″ lässig in einer Hand gehalten wird, da muss man beim 7″ schon beide Hände und die Brust zum abstützen nehmen. Handlich ist der Skywatcher wirklich nicht. ein 8″ SC ist da praktischer. Visuell konnte ich bis jetzt wetterbedingt noch nicht viel machen, aber was gesehen wurde war einfach super. Angedacht ist der Maksutov bei mir für Mond und Planeten. Deepsky nur bei hellen Objekten mal, wenn der Dobson nicht gerade griffbereit ist. Der Test am Mond war eine Wucht. An dem Abend hatte ich auch zeitweise ein super Seeing. 540x die Mondkrater zu sehen war sehr beeindrucken. Obwohl ich mit einer 540x weit über der sinnvollen Vergrößerung mit dem Gerät war (Faustregel ist Öffnung x2. Also in dem Fall 360x), waren alle Details sehr gut zu erkennen. Satter Kontrast. Einfach perfekt. Im Vergleich zum 8″ Dobson fällt der eine Zoll weniger an Öffnung nicht auf. Ich konnte eher mehr Details am Maksutov erkennen als am Dobson, welches ich auf das angenehme Beobachten zurückführe. Am Dobson muss ich immer nachschubsen und das lenkt doch irgendwie ab. Jetzt mit automatischen Nachführung der Exos ist es einfach chillen pur.

Jupiter konnte ich in der Nacht auch beobachten. Leider war das Seeing aber nach Mitternacht nicht mehr so gut und Jupiter stand noch viel zu tief. Ich hätte warten können bis er höher am Himmel ist, nur war es in der Nacht so eklig kalt, das ich keine Lust mehr hatte. Der Vergleich zum 8″ Dobson ist daher eher schlecht machbar. Allgemein würde ich sagen, das die Farbgebung beim Maksutov mehr dezenter ist. Es geht mehr in die Pastelltöne. In einer der nächsten klaren Nächte werde ich mal Abwechselnd mit dem Mak und dem Dobson Jupiter betrachten und berichten.

Deepsky habe ich nur mal ganz kurz angetestet. Also da scheint wirklich Potenzial zu sein, sofern man sich kleinere Objekte aussucht, welche hell sind. M57 stand schon ziemlich weit unten und die Nacht war gerade angebrochen, dazu fast Vollmond. Ich konnte gut mit dem 12mm Cekestron die Ringstruktur erkennen. Mit dem UHC-S Baader wurde der Anblick nochmal stark verbessert. Kein Ersatz für den 8″ Dobson. Man merkt schon die höhere Abschattung eines Maksutovs. Aber nicht unbrauchbar. Bei Kugelsternhaufen wird er bestimmt gute Dienste leisten. Muss man alles mal ausprobieren. Ich werde berichten.

Was jeder bedenken sollte, der auch mit den Gedanken spielt sich einen großen Mak oder SC zu kaufen, ist die Taubildung. Der kleine 5″ Mak ist da weniger anfällig. Bei feuchteren Nächte als dieser hatte der weniger Tau. Taukappen sind bei mir immer drauf, aber nach rund 2 Stunden war die halbe Linse vorne trübe. Also gab es eine Premiere bei mir. Ich holte einen Fön. Der wird jetzt immer dabei sein. 20 Sekunden fönen und Ruhe ist für die nächste Zeit. Okulare werden auch anwenderfreundlicher. Kurz anfönen und man braucht nicht mehr Sorge haben, dass sie gleich beschlagen, wenn man zu dicht ran geht oder falsch atmet.

Ansonsten sah es gegen Mitternacht so aus auf dem Tubus:

skymax tau

Und was bringt er im Zusammenspiel mit der ALccd5L-iic? Da bin ich sehr zufrieden. Hier meine ersten Versuche am Mond. Jeweils mit einer 3x Barlow. Brennweite dadurch bei 8100mm War mehr als Test gedacht, was bei dieser Brennweite machbar wäre.

m001 m002 m003 m004

Hier ein Film, aus dem ich vielleicht mal ein Mosaik machen. 75 13-Sekundenaufnahmen hintereinander. Ohne Barlow mit 2700mm

Und hier Petavius mit 8100mm

Jupiter wurde dann gegen 1 Uhr noch verewigt. Zu tief am Himmel, das Seeing wurde sehr viel schlechter. Scharfstellen war ziemlich tricky. Für den Ersten Versuch aber ok. Leider keine Details.

jup001

Einen kleinen Film von Jupiter kann man hier sehen.

Mehr war bis jetzt nicht zu machen bei dem Mistwetter. Sobald es wieder klar wird kommt mehr.

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